01.07.24 Biharamulo
Heute ist Grenze. Wir sind in Tansania. Die Einreise lief gut strukturiert ab, Die meiste Arbeit war das Auto. Irgendwie sind wir dann falsch gelandet ( Verwechslung). Nun soll es morgen zurück gehen. Im Tourbuch hat man uns diese Stecke über den Victoriasee beschrieben. Die Strecke sei wohl nicht gut befahrbar. Nach Overlander Erfahrungen und Geländefahrern aus der Gruppe werden wir morgen die für uns interessanterer Route fahren. Tansania hat viele Wünsche in uns.  
2.7. Mwanza 
Mwanza – die Stadt der Steine am Ufer des Lake Victoria. Schon die Fahrt dahin ist spannend. Wir müssen eine Fähre über den Mwanza Golf nehmen. Schon km vorher zeigt uns die Stadt, weshalb sie den Beinamen hat, Felsbrocken, gestapelt, aus dem Nichts. Als wir da angekommen stehen Schlangen von mehr als 100m. Busse, LKW und Menschen! In IOverlander hatte ich gelesen, da man vorbei fahren soll. Irgendwann wurde uns dann mitgeteilt, wir sollten stehen bleiben, die Fähre ist voll. Nun sind wir Frauen vor zum Inspizieren. Ein Beamter wurde uns von der Miliz zugeteilt, der mit uns unsere Autos begutachtete. Danach wurde der Preis besprochen und wir wurden auf die nächste Fähre nach vorn gebeten. Nun trafen wir auch noch 2 Mitreisende, die die Gruppe schon an der Grenze verlassen hatten. Auch im und am Victoria See finden sich die markanten Felsen, haben sogar Namen, wie ,Rock City‘. Die Stadt steht auch auf mehreren Hügeln. Hier wurden Häuser ein und drauf gebaut, ist wohl günstiger als am flachen Land. Natürlich gehört Victoria Barsch dazu. Auch hier fielen wir auf, man half uns Stellplätze für unsere fahrenden Häuser zu finden. Abends fahren wir aus der Stadt raus und genießen in der Savanne den Sternenhimmel
3.7. Manga
Heute fahren wir durch doch recht fruchtbares Land, obwohl es trocken wirkt. Die Reisernte ist in vollem Gange und die Sonnenblumen liefern frisch abgefülltes Öl. Typische Bäume, der Baobab zieht mit seinem speziellen Aussehen ständig die Fotoapparate auf sich. Er ist ein typisches Symbol für Afrika. 

,Der Affenbrotbaum, Baum des Lebens und des Dialogs‘ sagt ein Sprichwort. 
Die Afrikaner nutzen seit Jahrhunderten nahezu alle Bestandteile des Affenbrotbaumes, des sogenannten Boababs, auch hl. Baum genannt. Er gilt als Garant für Wohlbefinden und Gesundheit. Sobald er Blätter treibt kündigt sich der Regen an.
Einer Buschmann (San)-Legende zufolge hat der liebe Gott angeblich einen der Bäume in einem ärgerlichen Augenblick über die Mauer des Paradieses geworfen, wo er „kopfüber“ auf Mutter Erde landete. Nur der leicht glänzende braune Baumstamm und die Wurzeln waren sichtbar. Sie haben über tausend Jahre Leben und Geschichte Afrikas mit bekommen und dürfen nicht gefällt werden, da die Älteren deshalb glauben über den Baum mit Gott zu sprechen. 
„Einen (alten) Affenbrotbaum zu berühren, bedeutet, sich mit Geschichte zu verbinden, das ist etwas Besonderes“
Morgen geht es zum Camp zur Safari zum Serengeti. Dort werden wir 3 Tage in Lodges campieren. 
4.7. Kudi Lodge
Wir sind im Land der Massai. An den Straßen sieht man die typische gekleideten Menschen mit ihren Tieren. Unterwegs, in den Zentren der Dörfer findet reger Handel statt. Die Tücher (Shuka ) der Massai haben bei den Farben und Mustern eine Bedeutung und leuchten farbenfroh von den Ständen. Von hier aus starten wir zur Safari in den Serengeti. Wir packen in der Kudi Lodge ein paar Sachen zusammen und verbringen den Abend in gemütlicher Rund in der Bar am Feuer. 
5.7. Serengeti 
06:00 früh starten wir zu unserer 4 tägigen Safari. Zum Start geht es auf dem Rand des Ngorongoro-Kraters bis auf 2300m hoch. Unterwegs gibt es mehrere Stopps mit fantastischer Aussicht. Im Krater unten angekommen erwarten uns mehrere Löwen, auch mit Babys und eine tolle Aussicht mit einer Nebeldecke auf dem Kraterrand. Durch Graslandschaften leuchten rosa Flamingos in einem Natronsee. Der Krater erstreckt sich über eine Fläche von 102 Quadratmeilen und hat 600m hohe Wände, was ihn praktisch zu einer Arche Noah macht. Wir treffen Spitzmaulnashörner, Giraffen, Dik Diks, Zebras, Elefanten, Gnus und Antilopen und eine bunte Vogelwelt. Der Krater hat einen Fluss, mehrere Sümpfe, einen Sodasee, Wälder und offene Ebenen. Der Ngorongoro -Krater ist eines der sieben Naturwunder der Welt. Am Nachmittag verlassen wir den Krater und fahren dann zum Serengeti-Nationalpark. Der Park geht bis zum Horizont und weiter, und das in alle Richtungen. Tolle Tiererlebnisse folgen bis in die Dämmerung. Wir sehen einen Serval und einen Löwen in einem Leberwurstbaum direkt über uns. Recht geschafft genießen wir das Nachtessen in einer traumhaften Lodge. 
6.7. Savanna Lodge
The great migration- die große Wanderung
Die gesamte Migrationsroute ist etwa 800 km lang. Südlich dieser Migrationsroute verläuft das Naturschutzgebiet Ngorongoro , in dem zwischen Januar und März etwa eine halbe Million Gnus geboren werden. Zu Beginn der Trockenzeit, machen sich etwa 1,5 Millionen Gnus und 250.000 Zebras auf den Weg nach Norden in Richtung Masai Mara in Kenia. Zu den Gnus gesellen sich Elenantilopen , Steppenzebras und Thomson-Gazellen. Um in die Masai Mara zu gelangen, müssen die Herden die Flüsse Grumeti und Mara überqueren, wo etwa 3.000 Krokodile lauern. Auf jedes von den Krokodilen gefangene Gnu kommen 50 Ertrinkende. Wenn die Trockenzeit Ende Oktober endet, machen sich die wandernden Herden wieder auf den Weg nach Süden. Ein beeindruckendes Phänomen diese Bewegung von großen Herden. Gleich am Morgen begegnet uns ein Empala mit seinem Harem und dann beobachten 2 Leoparden. Nun haben wir die Big Five zusammen. In der Lodge angekommen wird uns Duschwasser gemischt und dann gibt es am Feuer einen Amarula. 
7.7. Serengeti Tansania Bush Lodge
Einfach Safari pur!!! Durch Regen konnten wir nicht über die Brücke und auch das Gras bietet noch genügend Nahrung für die Tiere. In großen Formationen stehen die Tiere am Mara Fluss. Im Fluss wartenriesige Krokodile auf neue Nahrung. Der lange Marsch hat schon einige Opfer gefordert, was Geier und Löwen, sowie anderes Getier, satt macht. Ein Highlight war noch die Hochzeit eine Löwenpärchen zubeobachten. Abends in der Lodge kommt noch richtig Stimmung auf, es wird gesungen und getanzt von der Belegschaft. Man spürt ihre Freude und ihr Temperament. 

8.7. Camp Tarangiri
Heute ist der letzte Tag im Serengeti. Früh morgens steigen am Horizont Ballone auf. Schon bald streifen durch die endlose Savanne 2 Schakale. Auf der Suche nach Gepards begegnen uns Hyänen und in den Felsen mitten in der flachen Landschaft entdecken wir 2 Löwenbabys, ca. 3 Monate. Das Fahren ist durch den Regen in der Nacht oft abenteuerlich. Hin und wieder drehen wir uns quer. Unser Guide Emma meistert das souverän. Er hat Adleraugen und absolut Geduld, erklärt uns viel zum Verhalten der Tiere. Nach zig km in der Ebene klappern wir jeden Felsen ab und der Fleiß und die Geduld wurden belohnt. Ein Gepard!!!! Nach einiger Zeit wird ihm die Fotografiererei zu blöd und er begibt sich zwischen unseren Autos lang in die Weite der Savanne. Schnell waren die Tage herum und voller Erlebnisse. Alle Hoffnungen an die Big five gingen in Erfüllung und ein Naturerlebnis der Besonderheit. 
9.7. 
Heute sind wir im Tarangire NP. Er ist für seine große Elefantenpoulation und seine baumreiche, grüne Landschaft bekannt. Viele tolle Exemplare des Baobabs finden sich hier und auch die typischen Schirmakazien. Weiter gibt es Marulabäume, deren Früchte die Elefanten fressen und durch deren Gärung diese aphrodisiert werden. Unser Guide Emma besteht auf einen sehr frühen Start, der sich gelohnt hat. Wir kommen zum Frühstück eines Löwenrudels. Nach einer Info, Emma ist super vernetzt und ortskundig, rasen wir los. Es ist ein gigantisches Naturschauspiel, welches den Kreislauf der Natur uns noch mal verdeutlicht. Ungeniert laufen 2 Schakale um uns herum, sie sind ein Leben lang zusammen, wenn einer stirbt, bleibt der andere allein. Natürlich sehen wir Elefanten, Löwenbabys, Adler und Geier, der Geruch von afrikanischer Minze liegt in der Luft. Ein über 500 Jahre alter Baobab diente als Versteck für die Wilddiebe. 
Nach einem Essen im Park geht’s zum Stellplatz, tanken und zur Gruppe zurück. Ein gemütlicher Abend mit Felix, der viel über Ruanda, Uganda und Tansania mit uns erzählt, endet nicht so zeitig.
Unser Ersatzrad hat von den Guides ein Kondom bekommen.
10.7. Marangu KiBo Hotel
Eine mühevolle, km mäßig aber kurze Strecke, liegt heute hinter uns. Vorräte wurden zumindest aufgefüllt und ein Kaffee mit Mitreisenden in Arusha getrunken. Die Stadt ist ein einziger Markt und afrikanischer Verkehr pur, alle Mopeds und TukTuks fahren kreuz und quer, vorne und hinten vorbei, ohne das irgendein Sicherheitsabstand wäre. Ein anstrengendes Erlebnis. Ab Moshi sehen wir den Gipfel des Kilimandscharo und des Mawenzi. Viele Erinnerungen von vor fast 20 Jahren werden wach, zumal wir hier am KiBo Hotel stehen, wo ich versucht habe, den roten Sand vom Körper zu bekommen. 
Ein Kreisverkehr hat ein Model der beider Gipfel stehen. Am Abend gibt es einen Kurs über afrikanische Früchte, wir sehen wie man sie schneidet und zubereitet, genießen Zuckerrohr und anderes Fremdes. Beeindruckend, wie Stella beim Öffnen einer Kokosnuss mit der Machete umgehen kann. 
Auch unser Lutz hat es probiert. Am Abend gibt es bei uns Eggs Benedict vegetarisch, mit frischem Spinat und einer frischen Sauce Hollondaise. Mitreisende haben dazu einen feinen Wein mitgebracht. 
11.7.24 
Unterwegs in die Usambaraberge besuchen wir die One World Secondary School Kilimanjaro. Die Schulsprecherin Frida gibt uns Informationen und führt uns durch die Internatsräume, Klassenzimmer, Wäscherei und Küche. Die Kinder begrüßen uns herzlich mit Gesängen- natürlich gibt es Mitbringsel und Geldspenden. Dies Schule wird mit Geldspenden aus Deutschland finanziert. Auch wenn uns alles einfach erscheint, die Kinder wirken ausgelassen und glücklich, die Kleinsten sogar anhänglich. Auf dem Stellplatz in Mombo sind wir auch wieder von vielen Kindern umgeben. Abends verabschieden wir Ines und Emma. Ab morgen kommt Patrick als Reiseleiter. Emma erzählt noch viel über Tansania, er hat sich sogar schriftlich vorbereitet. Für uns ist der Abschied etwas kurzfristig. 
12.07. Daressalam
Heute starten wir ohne großes Frühstück. Die Strecke ist mit über 5 Stunden angegeben. Aber es läuft super. Nach dem Tanken kehren wir in das Restaurant an der Tankstelle ein. Es erfolgt eine Kaffeezeremonie mit löslichen Kaffee😊. Unterwegs regnet es und wir fahren noch zum Strand an den indischen Ozean. Gegen 14:00 sind wir dann am Platz. Jetzt Autos sortieren und dann gabs nen kleinen gemeinsamen Imbiss. Die Mitarbeiter der Anlage haben am Abend noch kräftig gegrillt, mussten ihre Grills wegen Regen unter das Dach schieben. Regen ist glaube ich ein sanftes Wort für das, was der Himmel ausschüttete 🌧️. Wir saßen im Trockenen, aber verstanden uns nicht mehr. So laut prasselte es. 
13.07.24 Sansibar 
Wir fahren nach Sansibar, eine Inselgruppe im indischen Ozean, mit puderweißen Stränden. Sansibar spielte, als Drehscheibe und Hafen für Waren wie Gold, Elfenbein und Textilprodukte, eine wichtige Rolle für die Handelsströme des indischen Ozeans. Zuerst waren hier die Portugiesen, dann die Araber, dann Deutsche und Engländer. Gleich an der Fähre sind wir in ein Hotel mit Stil eingecheckt. Man spürt hier den Wohlstand der Kolonialzeit. Bis zur Gewürztour genießen wir einen Imbiss direkt in einem Lokal am Wasser. Mit Körbchen ausgestattet, starten wir den Rundgang. Nelken, Pfeffer, Muskat, Vanille, Zimt, Kurkuma, Kaffee, Lemongras, Ingwer….. wandern in unsere Körbchen. Der Begleiter klettert auf jeden Baum und besorgt die Früchte oder buddelt die Wurzeln. Weiter geht es nach Stone Town. Häuser aus Korallen, Einflüsse der Kolonialzeit sind an den Gebäuden zu spüren. Die Insel wurde quasi zur Quarantäne genutzt, um Krankheiten durch den Handel zu vermeiden. 
Fotos werden am Geburtshaus von Freddy Mercury gemacht. Zum Sunset, in einem Restaurant auf dem Ozean genießen wir Fisch. (Maria ißt Lobster) Lifemusik macht es richtig gemütlich. Wir fragten den Guide, wieso nicht Musik von Qween gespielt wird, er lachte und meint: ,andere Generation‘‼️

14.07. Mikumi NP Tan Swiss Lodge
Wir starten mit dem Sonnenaufgang am Horizont in den Tag. Zufrieden und halb ausgeschlafen verabschieden wir uns von Sansibar. Das Getümmel an der Fähre macht uns richtig wach. Trotz allem wird bei der Fährfahrt der Schlaf der kurzen Nacht nachgeholt. Die Taxen drängeln sich nach uns und so sind wir wieder zügig bei unseren WoMos. Die Fahrt zum Mikumi NP ist anstrengend und eintönig. Lastkraftwagen ohne Ende, Speed Bumps und Schlaglöcher bestimmen den Weg. Trotzdem werden wir 4x von der Polizei gestoppt- die durchzogene Linie. Das Mitleid der Polizistinnen ging einmal soweit, das sie uns 10000 TSF (3,50€) zurück ins Auto geworfen hat. Jammern hilft und ohne Beleg‼️
Wir fahren durch den Mikumi NP und stehen in einer von dem Schweizer Josef betriebenen Lodge. Mit Olivenöl und einem speziellen Wein begrüßt uns Patrick, unser neuer Reiseleiter. Abends gibt es Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti und die Anlage ist europäisch gepflegt. 
15.07.
Es geht in Richtung Westen nach Malawi. Die vielen LKW, die vom Hafen Daressalam kommen und Güter nach Malawi bringen, blockieren mitunter die Straße. Wir fahren ins Hochland und am Ruahatal entlang. Die Landschaft ist grandios. Die Straße windet sich durch das Tal. Felder mit Mais, Bohnen und Reis, Bananen und Papaya wechseln sich mit regelrechten Wäldern von Baobab ab, die wir bisher nur als vereinzelt stehende Bäume gesehen haben. In Iringa, der Hauptstadt der Region finden wir eine kleine Bäckerei in der wir Rast machen. Wir stehen auf einer Farm und abends ist Abenteuer Touren Essen, richtig lecker Rinderbraten. Und wieder fallen wir, wie nach einem schweren Arbeitstag ins Bett.
16.07.24 Utengule Coffee Lodge
Nach dem Wassertanken und ausgiebiger Dusche verlassen wir den schönen Stellplatz auf der Farm. Unser Ziel ist ein Stellplatz an einer Lodge auf dem Weg zum Malawisee. Die Straße ist recht gut, hat aber viele Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote und wo freie Fahrt ist, gibt es Bumps ohne Ende. Im Durchschnitt schaffen wir gerade 40 km/h. An einem von der Polizei organisierten Stop können wir frühstücken, wir kaufen gegrilltes Hähnchen und frittierte Reisbällchen. Dann geht es durch eine wunderschöne bergige Landschaft und wir probieren am Straßenrand chipsy mei ei, eine tansanische Spezialität. Die Köche sind erstaunt, daß Langnasen so etwas an der Straßenküche essen. Wir sprechen englisch,  die Köche nur Suaheli und alle haben ihren Spaß und wir haben wieder etwas zur Völkerverständigung beigetragen. Gegen 16:00 sind wir am Platz und haben noch Zeit zur Erholung. Dann erleben wir einen schönen Sonnenuntergang von unserer Höhe über der weiten Ebene bei Mbeya.
Morgen verlassen wir Tansania und reisen nach Malawi🇲🇼 .

Die nächste Etappe Malawi- Sambia-Simbabwe