19.1.25 at sea
Wir sind 2 Tage auf der Fähre. In Barcelona war ein Zwischenstopp. Es sind herrliche Frühlingstemperaturen und wir haben einen Blick auf die Stadt mit der Seilbahn. Auch die ersten 🌴 sind zu sehen.
Den restlichen Tag verbringen wir mit Karten spielen, bis wir nicht mehr sitzen können.
20.1.25 Ksar El Majaz / Tanger
Wir sind wieder in Afrika, haben eine lange Nacht hinter uns, mehr als 12 Stunden geschlafen. Sind beide noch tüchtig erkältet, ich habe starken Husten. Wir setzen uns auf die Terrasse und
genießen die Sonne.
Ich habe einen Podcast von ,Die Zeit- alles gesagt' mit Eva Menasse gehört (7h und 8Minuten). Hat sich gelohnt.
Wir kommen bei Regen an, die Ausschiffung erfordert Geduld.
Und das sind die Neuigkeiten vom Hymer:
Wir erwarten, dass wir das Fahrzeug morgen für den Transfer nach Pointe Noire fertig machen und am Donnerstag abfertigen können. Wir halten euch auf dem Laufenden,
Massimo
21.1.25 Khémisset / Hacienda des cigognes
Afrika bei frühlingshaften Temperaturen bis 28 Grad, schweizer Mitreisende auf der Fähre gaben uns den Tip auf einem Weingut, der Hazienda der Störche zu übernachten. Da es fast auf unserem Weg
liegtfahren wir auch dort hin. Doch zunächst tanken wir, füllen Wasser auf und lassen das Womo waschen. So beginnen wir unsere Reise entlang der Meerenge von Gibraltar durch Tanger in Richtung Süden.
Vonden Stränden an der Atlantikküste geht es ins nördliche Marokko. Die Landschaft ist geprägt von Feldern auf denen Getreide und Gemüse angebaut werden. Olivenhaine und Citrusplantagen
wechselnsich ab. In den Dörfern werden am Straßenrand Orangen, Mandarinen, Mangos und Avokados angeboten. Die Präsentation des Gemüses gleicht bunten Blumensträußen. Immer wieder gibt es
Polizeikontrollenund wir werden von der Polizia royale freundlich durchgewunken. Die Ortsdurchfahrten sind sehr langsam, so daß wir unser Ziel erst gegen 17:30 erreichen. Eine schöne Hazienda und die
Schweizer vonder Fähre empfangen uns mit einem Apero. Frisch geduscht gehen wir zur Weinprobe und dem anschließenden Abendessen, wir sind 6 deutsche und 1 Schweizer Pärchen. Es gibt Salat, Tagine mit
Huhn, Weinund Obstauswahl. Ein wirklicher kulinarischer Einstieg in Marokko. Es wird spät und ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Wir besichtigen dann noch die umgebaute Feuerwehr des Offenburger
Pärchens,beeindruckend!!! 4 Jahre haben sie gebaut. Die Ideen wären was für die Individualausbauer!!!!
22.1.25 Ouahat Sidi Brahim /Le Relais De Marrakech
Die Sonne geht erst 8:27Uhr auf, also wird der Tag kurz. Im Dunklen aufstehen macht keinen Sinn. Wir kommen kurz nach halb zehn los. Wir beschließen Autobahn zu fahren um das schöne Wetter am
Nachmittag genießen zu können. Wir fahren an Rabat, der Hauptstadt, mit seinem neuen Wahrzeichen vorbei. Der Mohammed-Turm ist 50 km von allen Richtungen zu sehen. Im Netz wird behauptet, dass er
der höchste Turm Afrikas ist.
https://farrat.com/case/mohammed-vi-tower-rabat-morocco/
Auch Casablanca lassen wir liegen, besuchen wir doch die Städte mit der Gruppe. Gegen 15:00 sind wir auf dem Campingplatz. Er ist gut gefüllt, trotzdem gibt es für uns Plätze zur Auswahl. Am
Nachmittag sitzen wir in der Sonne und genießen das drum herum. Mit Johanna und Thomas verbringen wir das Abendessen.
23.1.25 caïdat de Massa / wassaybeach
Heute morgen erwachen wir (eigentlich mitten am Tag) und haben eine Mail mit Fotos von unserem gestrandeten Auto, es rollt auf fremden Rädern. Bei 10:00 rollen auch wir in Richtung Agadir. Eine
volltouristische Stadt, am Rande der Atlasberge und am Atlantik gelegen. Es ist eine moderne Stadt, da nach einem schweren Erdbeben 1960 die alte Stadt durch moderne Gebäude ersetzt wurde. Einzig
einStück Stadtmauer der Kasbah (Burg) oberhalb der Stadt erinnert an die Festung. Wir haben uns entschlossen Fisch essen zu gehen. Es war eine super Entscheidung. Dann fahren wir weiter nach Süden
zuunserem Stellplatz am Atlantik. In der Abendsonne trinken wir einen marokkanischen Tee und lauschen der Brandung am Strand. Am Abend lassen wir noch die Sonne romantisch untergehen. Wir haben
nochmalPlan gemacht bis zur Grenze Mauretanien. Seid 5.1. braucht man da ein E Visa, wurde vor 3 Tagen gemacht und ist immer noch nicht da😢. Da musste ein Datum eingetragen werden, bei uns jetzt
der29.1.25.
24.1.25 El Ouatia /Camping Atlantique Tantan
Punkt 9:00 rollen wir vom Platz. Tee ist abgefüllt. Wir machen unterwegs Frühstück. Der Tag is sehr kurz und sobald die Sonne weg ist, ist es kalt. 🌄08:37 🌅19:02
Die Nacht war dunkel und das Rauschen des Atlantiks hat uns wunderbar schlafen lassen.
Wir fahren, die im November eröffnete Schnellstraße Tiznit-Dakhla. Das Stück, welches wir heute fahren, ist erst seid 10.1.25 befahrbar.
https://medias24.com/2024/11/27/la-voie-express-tiznit-dakhla-desormais-achevee/
Es fährt sich so easy. An einer Raststätte gibt es Omlett und frischen Fladen, direkt aus dem Backofen. Die unendlich wirkende Sahara begleitet uns rechts und links der Straße. So sind wir heute
schon zeitig am Stellplatz. Wir stehen wieder am Atlantik. Heute haben wir das alte Brot zu Semmelknödel mit Käse verarbeitet und dann noch mit Münchner Aussteigern, die gerade aus Mauretanien
hoch kommen, geplaudert. An der Grenze ist Chaos, weil sie die neuen Visabedingungen nicht beherrschen. Marokko lässt ohne Visa niemanden raus, damit nicht im Niemandsland gestrandet wird. Wir
warten jetzt auch 5 Tage auf das Visa. Hoffentlich klappt das nun noch.
25.1.25 Boujdour/Sahara Line Camping
Wir bemühen uns zeitig los zu kommen, da wir 460 km vor haben. Naja, wenn es aber erst kurz vor 09:00 hell ist, fällt halt das Frühstück aus. Die Straße ist hervorragend und sehr
abwechslungsreich. In Tarfaya machen wir Mittag. Hier war
Antoine de Saint-Exupéry
1927/28 18 Monate lang Chef des einsamen Zwischenlandeflugplatzes auf dem Cabo Juby mit dem Hauptort Tarfaya, das zur damaligen Kolonie Spanisch-Marokko gehörte. Ein kleines Museum ( leider zu)
und ein Denkmal erinnert an ihn. Auch Mauern gegenüber dem Restaurant, wo wir gegessen haben sind mit Malereien ihm gewidmet. Zügig kommen wir in Boujdour auf dem Sahara line Camping an. Wir
stehen neben Dresdnern. Beim check in wurden wir nach der Dauer des Aufenthaltes gefragt. Wir haben keine konkrete Aussage machen können, da wir immer noch auf das Visa warten. Er sagte uns, dass
es normalerweise 48h dauern soll, aber manche eine Woche warten. Heute Abend gibt es Reste zu essen und ein paar Runden Scip Bo.
26.1.25
Eigentlich lag heute nichts an. Wir sind erst gegen 10:00 beim Frühstücken. Na und, heute lag nichts an. Karten spielen, kleine Wäsche und dann Städtchen. Für den Nachmittag Kaffee haben wir uns
etwas Leckeres gekauft. Dann einem Fisch das Leben genommen und diesen grillen lassen. Beim Essen dann der Höhepunkt des Tages, die Visa sind da. Leider bekam ich sie nicht gedownloadet.
Thomas, von den Honigchrütern, hat das erledigt und ruck zuck waren sie per Mail da. Nun haben wir die Stadt richtig kennengelernt. Einen Drucker mussten wir suchen. Es ist uns gelungen und Amie war
total stolz, das machen zu dürfen ( mit unserem Hotspot) . Dafür wollte er ein gemeinsames Foto vor seinen Urkunden. Was er macht, hat sich uns nicht erschlossen, jedenfalls hatte er einen Printer.
🖨️
27.1.25 Dakhla
Beim Erwachen waren die Scheiben total nass. Der Himmel war ohne Wolken und mit der Sonne perfektes Wetter für einen neuen Tag. Wir fahren weiter die Küstenstraße Richtung Süden/ Mauretanien. Ein
besonderes Kamel steht am Weg. In Ad-Dakhla ist heute unser Ziel erreicht. Eine Stadt in völligem Aufschwung, irgendwie Großbaustelle, herrlich gelegen auf einer Landzunge zwischen Atlantik und
der Bucht Rio de Oro. Für Surfer und Kiter ein Paradies, der Tourismus soll angekurbelt werden. Bei den Surfern am Atlantik bleiben wir über Nacht und trinken in der Bar einen Wein, während wir die
Kiter und Surfer bewundern.
28.1.25 Caïdat de Bir Gandouz
Heute war tüchtiger Wind. Der Sand fegt um unser Auto. Eine Pause am Atlantik geben wir sofort nach dem aussteigen aus. Somit gab es kein Frühstück, außer Tee und ne halbe Apfelsine. Die letzte Stadt
vor der Grenze nutzen wir noch um gegrillten Fisch zu essen. Gerd isst Oktopus 🐙 und ich eine Art Baramundi. Wir konnten uns die Fische in einem Kühltrailer aussuchen. Dann lag noch ein kleiner
Hummer 🦞 mit auf dem Teller. Ein Maler malt Fischwerbung an die Wand. Am späten Nachmittag sind wir an der Grenze, sie öffnet morgen 09:00Uhr, heute können wir noch nicht rüber, unser E Visa gilt
erst ab morgen. Hier an der Tankstelle sammeln sich die Weltenbummler. Einige deutsche, ein Amerikaner mit dem Motorrad, Chinesen mit nem PKW. Alle sitzen zusammen und erzählen ihr Reisegarn. Wir
werden alle gründlich gepeelt. Egal wo man sitzt, der Sand kommt von allen Seiten und es ist heiß.
29.1.25 Villa Maguela
08:00, mitten in der Nacht haben wir uns aus den Federn bewegt. Die Tankstelle ist noch im Tiefschlaf. Halb neun stehen wir an der Grenze, welche 09:00 offiziell öffnet. Wir stellen uns in die PKW
Reihe. Ständig werden wir von uniformiertem Personal zwischen LKW und PKW hin und her geschoben. Wahrscheinlich können sie sich über unseren Kastenwagen nicht einigen. Dadurch kommen wir recht gut
vorwärts. Eine Person begleitet uns wie ein Schatten. Ich habe mich ausführlich mit der Grenze beschäftigt und fühle mich der Sache gewachsen. Nach dem Scanner taucht er wieder auf, ich frage ihn, ob
er bei der Einreise Mauretanien helfen kann. Wir nehmen ihn mit ins Niemandsland, er zeigt uns sogar die beste Spur in der Landschaft. Zügig bringt er uns zum Ziel, alle Wege macht er im Laufschritt,
nur zu den Fingerabdrücken müssen wir mit. Versicherung, Bargeld, Telefon, alle Stempel in 4 Stunden ab Schlafplatz. Seydou hat seinen Job super gemacht. Wir haben ihm 10€ / Person bezahlt. Wir
fahren in die Villa Maguela, werden freundlich empfangen und als erstes gibt es Kaffee. Immer mehr Leute trudeln ein, Radfahrer, Biker, Overlander, Zugfahrer. Am Abend gibt es ein gemeinsames Essen
und nette Gespräche, da kommen noch 4 deutsche Studenten, völlig verrußt, die auf einem Eisenerz-Zug 14 Stunden auf den Erzwaggons mitgefahren sind. Sie strotzen vor Adrenalin und kommen immer
noch mit verußten Ohren aus der Dusche. Wir spielen mit einem Pärchen Skipbo und Simon, der Helfer in der Küche spielt später mit, nachdem er uns beobachtet hat.
30.1.25
Obwohl es eine Stunde eher hell wird, schlafen wir aus Gewohnheit bis 8. Die Nacht war sehr windig. Nach und nach erwachen die Gäste der Villa in allen Ecken. Den Zugfahren gebe ich Q- Tips und
Öl zum abschminken des Erzes aus den Ohren und Augenbrauen . Victor organisiert den Transport derer zur Grenze, sie haben einen Flug ab Dahkla
zu ihrem Auslandsstudium nach Gran Canaria. Sie haben insgesamt noch 25€ Bargeld und Schwierigkeiten einen ATM zu plündern. Wir ,borgen' ihnen 150€, versichernd, dass es über Paypal, wenn Netz
ist, zurück kommt. Gegen 10 brechen wir auf und der Nachtwind war nur ein kleines Vorspiel. Sturm mit Wind gepaart begleiten uns 460 km. Unser Zwischenstopp erweist sich als versandet. Wir müssen
hier weiter. Mehrfach krachen wir durch Wind, LKW oder Sandwände in Schlaglöcher. Einmal löst es die Kraftstoffsperre aus. Erinnert an dieses Phänomen, kommt uns Tsyren seine Fotos zur Hilfe. Wir
suchen den Schalter, prüfen die Reifen und fahren weiter. Die Strecke ist lebensfremd und erbarmungslos. Irgendwie sind wir froh, als wir nach 460km die Küste erreichen und der Wind nicht mehr
ganz soviel Sand auf uns wirbelt.