11.3. Bir Gandouz ( Westsahara Marokko)
Die Fahrt zur Grenze ging recht gut und wir sind dem Eisenerzzug nochmals begegnet. An der Grenze lief bei uns alles recht zügig. Irgendwie wurden wir immer durchgereicht. Im Niemandsland haben wir
wieder eine abenteuerliche Fahrt. Der geplante Stopp wurde abgewählt und wir stehen an einem wunderschönen Hotel, mit dezenter Musik. Nach einem genüsslichen Cappuccino spielen wir noch ein paar
Runden Karten. Abends essen wir die 1. Tajine in Marokko.
12.3.25 Dahkla
Unser anderes WoMo hat uns inzwischen überholt, es war gestern schon der Höhe Dahkla.
Endlose flach Landschaft, mit Sand und Steinen, rauscht an uns vorbei. Wir sind in der Westsahara. Eigentlich wollen die von Marokko eigenständig sein und manche Landkarten markieren ein Grenze,
die müssen abgedeckt werden. Die Marokkanischen Behörden verstehen da keinen Spaß. Ab und zu stehen Kamele in der kargen Landschaft und fressen. In Dahkla stehen wir wieder am Surferstrand.
Es ist noch herrlich draußen und selbst um 19:00 ist es noch gemütlich. Nach dem Meeting gehen wir in die Bar zum Sonnenuntergang 🌅.
13.3.25 Boujdour Camp Sahara line
Wir verlassen die Halbinsel Ad Dahkla. Gemütlich fahren wir durch die Westsahara weiter nach Norden. Meist haben wir Blick auf den Atlantik. Eine Pause, mit ausgiebigen Frühstück, machen wir direkt
am Atlantik. Ansonsten ist es recht eintönig, die Straße aber 1A. Von weitem sehen wir die Stadt Boujdour. Auf der Klippe. Am heutigen Campingplatz waren wir auch auf dem Hinweg, so ist es ein
Heimspiel. Morgen kommt auch nochmal Strecke machen. Am Nachmittag ist es gemütlich, bis spät abends warm, vor allem kein Wind.
15.2.25 Klippe bei Akhfennir
Obwohl wir die Strecke schon gefahren sind, erscheint uns vieles neu. Außerdem regnet es. Ist es auch, wir fahren nicht die Küstenstraße, die völlig neu ist. Kann nicht verstehen dass mit 20 km
Abstand eine 2. Autobahn nötig war. Zugegebenermaßen ist die Strecke an der Küste schöner. Hier kommen wir durch El Aaiun. Sie ist die größte Stadt der Westsahara und ausgesprochen gepflegt und
grün. Am Horizont gibt es unzählige, nie enden wollende Flächen mit Windrädern. Wieder an der Küste sind die Aussichten einzigartig, ständig muss man knipsen. Und dann kommt wieder etwas noch
Beeindruckenderes. Die Natur hat was zu bieten. In Tarfaya machen wir Stopp und besuchen das
Antoine de Saint-Exupéry Museum. Es ist ein Luftpostmuseum und wurde 2004 gegründet und ist dem Autor und Piloten Antoine de Saint-Exupéry (1900–1944) gewidmet, der von 1927 bis 1929 dort
lebte und die Inspiration für einen Großteil seines literarischen Werks fand. 1927 wurde Saint-Exupéry zum Leiter des Zwischenlandeflugplatzes in der Region Tarfaya, dem ehemaligen Kap Juby,
ernannt.
Wir stehen heute nochmal am Atlantik auf einer Klippe und genießen das Rauschen ( Toben) des Atlantik und natürlich spektakuläres Licht beim Sonnenuntergang.
https://medias24.com/2024/11/27/la-voie-express-tiznit-dakhla-desormais-achevee/
16.3.2024 Tiznit
Heute war wieder ein wunderbarer Tag. Zuerst besuchten wir den Legzira Beach mit seinen riesige Felsentoren am Atlantik. Über mehrere Aussichtsstopps geht es nach Mirleft, einem ehemaligen
Fischerdorf. Hippies brachten dann auch die Touristen mit. Wir essen einen gegrillten Fisch, vor unseren Augen zubereitet. Weiter geht es weiter zu den Dünen. Um an den Strand zu kommen, muss man
über die Düne. Am späten Nachmittag kommen wir in Tiznit an. Auf dem Platz malt ein Künstler und ein Bild aufs Auto. Dann starten wir noch in die Medina. Ein bisschen schlendern wir durch den Souk.
Die Altstadt hat eine im Jahr 1882 fertiggestellte sechs Kilometer lange Stadtmauer mit 36 vorspringenden Türmen und acht Stadttoren. Beim Meeting erzählt uns Patrik noch etwas über den morgigen Tag,
das Berbervolk der Ammeln, die verschiedenen Atlas Gebirge, bis es richtig kalt wird und sich alle in die WoMos begeben.
17.3.25 Tafraoute
Wir fahren die Serpentinen durch die Berge des Anti-Atlas und überqueren heute den Col du Kerdous (1290 m)Pass. Hier machen wir Stopp und warten, dass der Nebel sich auflöst. Unterwegs auf den
Terrassen stehen überall Ziegenbäume. Ziegen auf Bäumen – das klingt wie ein Märchen, ist aber in Marokko Realität. Diese außergewöhnlichen Tiere klettern geschickt auf die Äste der Arganbäume,
um an die begehrten Früchte zu gelangen. Die Arganfrüchte sind reich an Nährstoffen und bieten den Ziegen eine wertvolle Nahrungsquelle.
Die Landschaft ist hinter jeder Kehre einzigartig. Es ist wunderbar auf dieser Welt. Unser heutiges Ziel Tafraoute liegt inmitten einer imposanten Granitlandschaft im westlichen Antiatlas am Oued
Massa in einer Höhe von ca. 1000 m. Entsprechend frisch ist es auch, in der Sonne um die 22 Grad und abends sofort kalt. Nach der Ankunft schlendern wir durch den Souk und kaufen ein paar
Präsente. Im Anschluss genießen wir eine Rindfleisch Tajine- köstlich. Am Abend geht es recht ruhig zu, alle in den Womos.
18.3.25
Nach eine kühlen Nacht, wärmt die Sonne wieder. Wir machen eine kleine Wanderung ins Dorf zu einem Berberhaus. Der Besitzer hat es restauriert und nutzt es im Sommer selbst, des Klimas wegen.
Küche, Schlafräume, Lagerräume, Bad, Terrassen, Gästezimmer, alles ist funktionell und durchdacht. Auf dem Dach, in einer Überdachung, steht ein Koffer mit den Dokumenten des Hauses
und deren Besitzer. Heiratsurkunden werden in Bambusröhren mit Thymiankrümeln aufbewahrt, damit kein Ungeziefer diese beschädigt. Gemeinsam dürfen wir im Gästezimmer Platz nehmen und bei einer
Teezeremonie bekommen wir viel Information über das Leben früher und heute. Nach dem Mittag fuhren wir zu den „Blauen Steinen“ des belgischen Künstlers Jean Vérame, der im Jahr 1984 unweit
der Straße südlich von Agard-Oudad riesige, von der Erosion rundgeschliffene Granitblöcke mit leuchtend bunten Farben angemalt hat. Noch großflächigere und ebenso umstrittene Kunst hat der
gleiche Künstler im Sinai hinterlassen in der dort bekannten „Blue Desert“. Bis zum gemeinsamen Essen haben wir die Sonne genossen. Abends gibt es Tajine für alle, gekocht vom Campingplatz Wirt.
Köstlich 😋
19.3.25 Taroudant
Mit einem gemeinsamen Frühstück, im Tal der blauen Steine, starten wir in den Tag. Die Sonne bringt dem Tag sofort Wärme. Wir fahren eine schmale Straße, die sich serpentinartig durch die Berge
schlängelt. In den Tälern und Schluchten sind immer wieder kleine Dörfer zu sehen. Die Route ist traumhaft. Taroudant ist eine Oasenstadt, sie wird oft als „kleine Schwester“ von Marrakesch
bezeichnet. Zu diesem Eindruck der Ähnlichkeit trägt – neben der aus Stampflehm errichteten Stadtmauer – die Anfang des 18. Jahrhunderts aus Lehm erbaute Medina bei, in deren Zentrum sich die Place
Assarag und das angrenzende Viertel der Suqs befindet. Bekannt ist die Stadt auch noch die städtischen Gerbereien, in denen noch auf traditionelle Weise gegerbt wird. Nach dem Meeting fahren wir in
die langsam erwachende Stadt. Mit einer Kutsche fahren wir einige Kilometer, der 7 km langen Stadtmauer entlang. Vorbei geht es am Jardin Brahim Roudani, durch die Medina, bei dem Berbermarkt und dem
arabischen Souk.
20.3.25 Marrakesh
Heute geht es ein letztes Mal in die Berge, nach Marrakesh. Wir fahren zwischen den Bergen des hohen Atlas über den Tizi n’Test Pass. Hier oben machen wir Frühstück am Kamin. Die Gruppe
versammelt sich, und dann starten wir wieder ziemlich gemeinsam. Bald haben wir Sicht auf die schneebedeckten Berge. Die Aussichten sind spektakulär. Gerd muss sich sehr konzentrieren auf der
kurvigen Strecke. Deshalb stoppen wir immer wieder, wo es geht und die Aussicht berauschend ist. Das Gebiet wird 2023 von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Es wird extrem viel Gebaut. Auf
unzähligen Baustellen kämpft man am Bau der Straße. Ich zähle bis zur Asphaltierten Straße 104 Baufahrzeuge ( ohne LKW). Durch oder um die Stadt ist heftiger Verkehr. Am Campingplatz treffen wir
auf 3 Fahrzeuge, die eine andere Route gefahren sind. Ein freudiges Wiedersehen und Geburtstag von einem Mitreisenden mit einem Apero runden den Tag ab.
21.3.25 Marrakesh
Früh gegen 9:00 fahren wir mit dem Bus in die Medina von Marrakech. Dort empfängt uns ein lokaler Guide und führt uns zum Minarett im berberisch-andalusischen Stil (viereckiger Turm), nicht weit
vomGauklerplatz entfernt. Die drei Kugeln an der Spitze stehen für die verwandten Religionen Islam, Judentum und Christentum. Wir erfahren etwas über die vier marokkanischen Königsstädte
Marrakesch,Fes, Rabat und Meknes. Davon ist Fes die älteste und wurde im 8. Jahrhundert gegründet, Marrakech erst Mitte des 11. Jahrhunderts. Es ist noch wenig Betrieb in der Stadt, Ramadan, Freitag
und Wintersind die Ursache dafür. Beim Besuch des Souks gibt es einen kleinen Zwischenfall mit unserem Guide der uns etwas lustlos und mit Befehlston geführt hat. Wenn uns seine Art nicht gefällt
kann er auchgehen, so sagt er und verschwindet.Also besuchen wir den Bahia Palast alleine. Auch wir beide führen unseren weiteren Besuch alleine durch und das gefällt uns viel besser. In
kleinenStraßenrestaurants und Cafés nehmen wir die Stimmung der Gaukler und Schlangenbeschwörer in uns auf. Ziemlich erschöpft kommen wir zurück auf unseren Stellplatz und beenden den Tag.
22.3.25 Marrakesh
Heute ist absolutes Kontrastprogramm zur lebendigen Medina Marrakesh. Wir besuchen den ANIMA -André Hellers Magic Garden.
Die drei Hektar große, opulente, botanische Inszenierung des Universalkünstlers André Heller ist ein magischer Ort.
https://www.anima-garden.com
Als 2. Step werden wir im Paradies de Safran erwartet. Persönlich werden wir von Christine, der Besitzerin begrüßt. Wir besichtigen die Plantage (Ernte ist überall auf der Welt im Herbst),
wandeln durch den Kräuter- und Gewürzgarten, einem Barfuß und Kneipp-Pfad und erfahren viele Geschichten. Ein 4 Gänge Menü ( natürlich alle Gänge mit Safran) mit Berberbrot und Argonöl und
Safrantee lassen den Tag zu einem außergewöhnlichen Genuss-
Erlebnis werden. Auf dem Campingplatz zurück versuchen wir noch vergeblich unser WoMo zu waschen. Noch ein paar Runden Karten spielen und der Tag ist vorbei.
http://www.paradis-du-safran.com/
23.3.25 Essaouira
Heute fahren wir wieder an die Küste. Der Weg ist nicht so aufregend. Oliven und Argonbäume ( natürlich mit Ziegen) wechseln sich ab. In Essaouira fahren wir gleich in die Medina und schlendern
durch die Gassen. Die Medina von Essaouira gehört seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am Fischmarkt lassen wir uns gemischte Fische grillen und genießen diesen in der wärmenden Sonne. Auf dem
Campingplatz angekommen, sitzen wir noch ein wenig in der Sonne. Sobald sie verschwindet, wird es kalt. Also ab ins mobile zu Hause und gemütlich gemacht.
24.3.25
Heute haben wir nochmals Essaouira unsicher gemacht. War ein toller Tag.
25.3.25 Oualidia oder Loualidia
Heute ist die vorletzte Etappe unserer gemeinsamen Reise. Unterwegs stoppen wir in Safi, der Stadt der Töpfer. Wir schlendern über den Töpfermarkt und durch die Medina.
Die Stadt liegt wunderschön an der Küste und wir genießen die Sonne und Kaffee. Unterwegs treffen wir auf unser Teamfahrzeug mit einem Platten. Als das Ersatzrad dran ist, ist dies auch platt.
Nun war Muskelkraft gefragt das 2. Ersatzrad unter dem Auto zu lösen. Mit herrlichen Aussichten über die Küste erreichen wir Oualidia oder Loualidia genannt. Die Lagune und die Strände im Ort
ziehen die Touristen an. Auf einem großen Parkplatz stehen wir mit vielen Wohnmobilen, die ihre Satellitenschüsseln ordentlich ausgerichtet haben.
26.3. El Mansouria
Heute fahren wir das letzte Mal mit Hilfe eines Roudbooks. Das war die letzte Etappe mit der Gruppe. Wir fuhren die Küstenstraße entlang, mit viel Landwirtschaft und man sieht den Frühling. Wir
fahren über El Jadida, einer Hafenstadt mit riesigem Industriehafen. Es riecht schwefelig, aber Wikipedia sagt, es ist Phosphor, was hier exportiert wird.
Wir besuchen den Fischmarkt und danach gehen wir in die Medina und auf der Stadtmauer entlang. Mit einem Käffchen verlassen wir das Stadtviertel und schlendern noch durch den Souk. Noch etwas auf
der Küstenstraße und dann geht es über die Autobahn Richtung Casablanca. Außerhalb der Großstadt erleben wir unseren letzten gemeinsamen Sundowner am Atlantik. Morgen besuchen wir die Moschee in
Casablanca und haben unser Abschiedsessen .
27.3.25 Casablanca
Am offiziellen Ende unserer Westafrika-Tour steht heute eine Stadtbesichtigung von Casablanca auf dem Programm. Die große Industriestadt hat kaum touristische Höhepunkte. Etwas abseits der
Altstadt wurde die größte Moschee Afrikas gebaut, die Hassan II. Moschee. Alles in der Moschee ist Handarbeit und trägt die Handschrift der Berber. Sie bietet Raum für ca. 100 000 Gläubige.
Im Gebäude gibt es auf einer Fläche von 2 ha Platz für 20 000 Männer und 5 000 Frauen zum Gebet. Der Raum ist prunkvoll ausgestattet und sehr repräsentativ. Das Minarett ist mit seinen 200 m Höhe
eines der höchsten der Welt. Die Minarette in Marokko sind viereckig und ähneln unseren Kirchtürmen. Nasser, unser Guide führt das darauf zurück, daß Marokko niemals zum osmanischen Reich gehört
hat und der islamische Glaube von den Berbern übernommen wurde. Damit unterscheiden sie sich von den runden Minaretten mit dem typischen Halbmond. Eine Fahrt durch das Villenviertel zeigt uns
Paläste vieler Monarchen und Politiker dieser Welt. Am Königspalast besichtigen wir ein Stück der Altstadt und erfahren, daß Angehörige des Islam, des Judentums und des Christentums friedlich im
Land zusammenleben. Jeder Staatsbürger gehört zu einer dieser Religionen, alle anderen sind Ungläubige und nur geduldet. Am Abend kam dann der große Abschied. Gute Wünsche gegenseitig und
Dankbarkeit für das Miteinander fluten die Atmosphäre. Ja, Abschied ist ein scharfes Schwert...
So ist in jedem Anbeginn das Ende nicht mehr weit.
28.3.25 Fes
Schon vor 07:00 ist viel Unruhe um uns herum. Die ersten Fahrzeuge rollen los. Nun ist die gemeinsame Pionier Reise Transafrika Westroute beendet. Für uns beginnt heute die Heimfahrt von ca. 3500
km😊. Uns begegnen einige Brücken, deren Bauart wir auch aus Europa kennen.
Über die Hängebrücke über Wadi Sharrat machen wir einen Spaziergang. Die Brücke ist vom Nordtor bis zum Südtor 103 Meter lang, 6 Meter breit. Weiter geht es, durch eine Frühlingslandschaft, nach
Meknès. Die Stadt ist neben Fès, Rabat und Marrakesch eine der vier Königsstädte Marokkos.
Die Bab Mansour (Siegestor) Toranlage zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und des ganzen Landes. Als Bestandteil der Ville Impériale Moulay Ismails gehört es seit 1996 zum
UNESCO-Weltkulturerbe.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bab_Mansour
Selbstverständlich geht es durch den Berbermarkt und wir kaufen endlich ein neues Küchengerät, eine Tajine. kein Küchenfriedhofsgerät!!!! Ich will sie benutzen.
Unser letztes Ziel ist heute Fes. Wir fahren zu dem Parkplatz, wo wir uns morgen mit unserem Guide treffen. Freundliche Parkwächter weisen uns ein und wir stehen gleich an der Medina unter
Gleichgesinnten. Den Weg zum Campingplatz sparen wir uns. Wir tummeln durch die Gassen der sehr gepflegten Stadt und essen nochmals Tajine zum Abend.
29.3.25 Fes und Rif Motel
Vor der Medina erwachen wir und frühstücken in der schon ziemlich intensiven Sonne. Gegen 10:00 werden wir von Farida, unserer Reiseführerin abgeholt und wir starten in die Medina. Die Medina hat
9500 Gassen und die viereckigen Schilder sind 3 sprachig (arabisch, ranzösisch und berberisch). Die sechseckigen Schilder besagen, dass es eine Sackgasse ist. Sie wurde im 8.Jahrhundert gegründet
und ist die älteste Stadt Marokkos. Berber, Araber, Juden und Haratin bevölkerten die Stadt.
In jedem Wohnviertel waren 5 Einrichtungen vorhanden: Brunnen, Bäckerei, Moschee ,Hamam und Kindergarten. In einem Hamam dürfen wir uns umsehen, es erinnert an eine Wellnesseinrichtung.
200 Moscheen sind in der Medina Fes und somit ist Fes das religiöse Zentrum in Marokko.
Die Türklopfer als Hand von Fatima, auch hier wieder, sollen böse Blicke abwenden.
Die im 9. Jahrhundert von der tunesischen Aristokratin Fatima el Fihriya gegründete Universität Quaraouiyine wurde zu einem der wichtigsten spirituellen und kulturellen Zentren ihrer Zeit
und nahm am intellektuellen goldenen Zeitalter der islamischen Zivilisation teil. Sie ist somit die älteste Universität der Welt. In ihr befindet sich die zweitgrößte Moschee des Landes mit ihren
14 Toren. Wir besichtigen La Meersa Al-Attarir, eine Koranschule. In Fes gab es 9 Koranschulen, 2 sind noch in Betrieb. Die Fassaden des Gebäudes sind unglaublich schön. Zwischendurch besuchen
wir eine Teestube. Das Mausoleum von Idris dem ll. mit seinem Sarg liegt im Herzen von Fès el-Bali , der alten Medina von Fès, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, und es gilt als eines der
heiligsten Stätten Marokkos.
Wir besichtigen eine Weberei und die
älteste und größte Gerberei Nordafrikas, Chouara, die seit 1132 besteht. Dromedar, Ziege, Rind, Schaf, alle Tierhäute werden veredelt. Wunderschöne handgearbeitete Stoffe bekommen wir zu sehen,
das Kupferviertel und vieles mehr.
Im ehemaligen Gewürzmarkt haben jetzt chinesische Produkte Einzug gehalten, das ist wohl für die Handwerker problematisch. Wir hatten mit Farida regen Austausch über Bildung, Islam und Regeln,
Stadt und Land, Tradition und Moderne....
Es war ein sehr interessanter Tag, vieles hätten wir allein übersehen.