10.10.24 Melkbosstrand
Heute trudeln die letzten Mitfahrer ein. Alle haben noch zu tun und reparieren, räumen, putzen und unterbrechen regelmäßig zum Begrüßen der noch unbekannten und bekannten Mitfahrer.
Zwischendrinlaufen Hühner und Hasen. Ein Huhn hat uns in die Garage ein Ei gelegt😊. Lutz mit seiner Frau ist auch noch hier, sie fliegen morgen heim. Wir gehen nochmal zu acht essen. Gegen 17:00
trifft auchNancy ein, die uns bis Angola als Reiseleiter begleitet. Bei der Begrüßungsrunde wird mit Amarula angestoßen.
11.10.24 Kapstadt Stellenbosch
Heute ist der erste gemeinsame Ausflug, Stellenbosch und 2 Weingüter werden besucht. Ich bin halsmäßig ganz schön angeschlagen, durch den Husten hatte ich keine erholsame Nacht. Auch Gerd schwächelt
etwas. Wir fahren am Nachmittag mit Uber von der Waterfront zurück zum Platz. Gegen 18:00 sind wir da und machen uns gleich nach dem Duschen lang, in der Hoffnung uns gesund zu schlafen.
12.10.24 Melkbosstrand
Heute morgen wird nochmal Wäsche gemacht, dann fahren wir in ein Kaffee zum Frühstücken und machen Visum für Kamerun. Nach ein bissel einkaufen ( Weihnachten naht in den Geschäften) sind wir
geschafft zurück auf dem Platz und genießen die Sonne im Liegestuhl und zocken auch ein wenig. Ja und natürlich muss der Aufkleber mit der Route noch angebracht werden. Nach dem Meeting beschäftigen
wir uns mit der Tour für die nächsten Tage. Morgen früh geht es dann direkt Richtung Norden/ Europa😊.
13.10. Lambertsbay
Heute sind wir nach über 3 Wochen wieder gestartet. Mit einem letzten Blick auf den Tafelberg verlassen wir Kapstadt gen Norden. Unser erstes Ziel ist der Westcoast NP. Wir fahren bis zum schönsten
Aussichtspunkt, dem Seeberg und frühstücken. Mit Südafrikanern kommen wir ins Gespräch, sie wollen unbedingt unsere Aufkleber fotografieren, können kaum glauben, was wir treiben. Weiter geht es dann
über Langebaan in Richtung Elands Bay. Einige km fahren wir direkt am Strand lang und genießen den Atlantik, auch mit den Füßen. Ein Aussichtspunkt namens Baboons Point ist unsere nächste Pause.
Gegenüber an Land sind riesige Dünen zu sehen und um uns herum ist rauschender Atlantik und trotzdem Frieden. Ein paar Kinder springen immer wieder, von einem alten Kai, in den Atlantik. Auf der
Karte sind auch die kreisrunden Felder zu sehen (wegen der Bewässerung). Auf dem Campingplatz angekommen suchen wir uns einen geschützten Platz, gegenüber ist der Atlantik zu hören und der Wind zu
spüren. Am Abend geht es gemeinsam zum Essen über die Straße ins Muisbosskerm, ein outdoor Restaurant. Wir hatten ein außergewöhnliches, kulinarisches Erlebnis. Fischsuppe, Paella, Muscheln und
mindestens 6 verschiedenen gegrillte Großfischen, sowie Filets Gemüse, Reis und Kartoffeln deckten die Tische. Alles naturbelassen auf dem Feuer zubereitet. Als Besteck gibt es nur Muschelschalen.
Dann gibt es noch Dessert und Kaffee. Die Aussicht zum Sonnenuntergang dazu, eigentlich gibt es so etwas nur im Märchen.
14.10. Nama Khoi ( Bushcamp)
Heute starten wir vor 7. Wir haben 500 km vor uns. Mit den letzte Blicken auf die Küste des Atlantik fahren wir in den Küstenort Lambertsbay. Von dort geht es sehr schnell ins Inland und die
Landschaft verändert sich von saftig grün und fruchtbar in karges felsiges Steppenland und am Nachmittag sind wir im Namakwaland auf dem Namakwa 4x4 Eco Trail. Dieser führt durch einen malerischen,
aber relativ kleinen Abschnitt des Namaqualands, der sich vom Atlantik an der Westküste über die kleine Stadt Pofadder im Osten, den Oranje-Fluss im Norden und den Süden bis nach Garies erstreckt.
Mit etwas abgelassen Reifen ist der Trail bisher gut befahrbar. Wir stehen gemeinsam unter dem Sternenhimmel am Feuer und genießen den Frieden in uns.
15.10. GreatMelkboom
Eine windige Nacht liegt hinter uns. Wir fahren weiter den 4x4 Trail im Namaqualand, das Gebiet Richtersveld hat die höchste botanische Vielfalt und die höchsten Endemismusraten aller trockenen
Regionen der Welt, wobei viele Sukkulenten einzigartige Anpassungen aufweisen, um in einer so extremen Umgebung überleben zu können. Die Sukkulenten- Karoo ist einer von nur vierunddreißig
Biodiversitäts-Hotspots, die von der Weltnaturschutzunion (IUCN) anerkannt wurden.
Die Landschaft ist unglaublich, am Oranje entlang sehen wir gegenüber Namibia. Der Weg erfordert einige Anstrengung und ist für unsere Fahrzeuge eine Herausforderung. Bekannt sind hier auch die
Köcherbäume. Eine lange Pause gönnen wir uns und genießen die Umgebung. Kurz vor dem Camp leisten wir Meni und Brigit moralische Hilfe beim Reifenwechsel. Die Wegstrecke führt durch eine
wunderschöne Landschaft, ist aber für unsere Fahrzeuge nicht geeignet, die Bilanz sind zwei Reifenpannen und eines ist im Sand stecken geblieben. Drei Fahrzeuge haben die Gruppe verlassen. Abends
machen wir, bei fast Vollmond, wieder Feuer und hoffen auf Abkühlung in der Nacht.
16.11. Klein Pella
Heute ist der 3. Tag in der Pampa. Irgendwie stresst diese Strecke und strengt unser WoMo schon sehr an. Die Plätze sind traumhaft und die Natur auch. Inzwischen haben 2 LKW 5 Reifen geschrottet.
Gerd und ich haben uns vorgenommen, die off-road Strecken in Zukunft zu umfahren, wo es eine andere Möglichkeit gibt. Abends sitzen wir gemütlich in der Runde und genießen den lauen Abend.
17.11.24 Augrabies Falls
Wir haben die off-road Streckeheut verlassen, unterwegs gibt es viele Köchernäume. Also wieder Luft rauf. Ziemlich zügig haben wir das Camp erreicht. Es ist uns bekannt, da wir auf dem Hinweg
schon hier waren. Am Abend testen wir das Restaurant.
P.S. Alle defekten Räder/ Reifen konnten heute ersetzt werden.
18.11. Twee Rivieren Rest Camp
Wir brechen auf zum nächsten Abenteuer, den Kgalagadi Transfrontier Park. Dieser Park ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Südafrika, Namibia und Botswana, ganz ohne Grenzen. ( peacepark)
Unterwegs versorgen wir uns in Upington mit Diesel und Lebensmitteln. Bald schon sehen wir Sanddünen und Salzpfannen und karge Landschaft. Der Park liegt in einem großen, mit Sand gefüllten
Becken im Westen des südafrikanischen Subkontinents, das als Kalahari bekannt ist. Es bedeckt fast ein Drittel der Fläche und bildet das vielleicht größte Sandveldgebiet der Welt. Der Begriff
Kalahari leitet sich vom Kgalagadi-Wort für "das ausgetrocknete Land", "das trockene Land" oder "das Durstland" ab.
Gleich hinter dem Eingang gehen wir ins Camp. Am Wasserloch abends sind noch keine Tiere zu sehen.
19.11. Twee Rivieren Rest Camp
Wir sind mitten in der Kalahari, in Twee Rivieren. Morgens um 5:30 beginnt unser Gamedrive. Unsere Fahrt führt uns an verschiedenen Wasserlöchern vorbei und wir treffen neben den verschiedensten
Antilopen auf Erdmännchen und eine reichhaltige Vogelwelt. Wir sehen auch eine fliegende Riesentrappe, verschiedene Eulenarten, Falken und Bussarde. Ein schöner Sonnenaufgang rundet die Fahrt ab.
Unser Guide erzählt uns viel über die verschiedenen Tiere. Am Abend sitzen wir am Feuer bis uns die Mücken vertreiben.
20.10.24 Kalahari Farmstall
Als wir 06:30 den Campground verlassen sind wir so ziemlich die Letzten. Jeder erhofft sich für den Morgen noch viele und spektakuläre Tiersichtungen. Unterwegs haben wir erfahren, dass es im letzten
Jahr hier große Brände gab und die Tiere alle nach Botswana gezogen sind. Die Beschreibung, ,höchste Dichte an Raubtieren‘ und das Erlebte passte nicht so richtig. Unterwegs haben wir 2 x im Sand
steckende Autos mit befreit, bzw. Hilfe organisiert. Ein schöner Rastplatz lud zum Kaffee und Plaudern mit Mitreisenden ein. Bei der Ausfahrt aus dem Park sind wir dann direkt nach Namibia 🇳🇦
eingereist. Kurz hinter der Grenze verbringen wir die Nacht.