29.3.25 Fes und Rif Motel
Vor der Medina erwachen wir und frühstücken in der schon ziemlich intensiven Sonne. Gegen 10:00 werden wir von Farida, unserer Reiseführerin abgeholt und wir starten in die Medina. Die Medina hat
9500 Gassen und die viereckigen Schilder sind 3 sprachig (arabisch, ranzösisch und berberisch). Die sechseckigen Schilder besagen, dass es eine Sackgasse ist. Sie wurde im 8.Jahrhundert gegründet
und ist die älteste Stadt Marokkos. Berber, Araber, Juden und Haratin bevölkerten die Stadt.
In jedem Wohnviertel waren 5 Einrichtungen vorhanden: Brunnen, Bäckerei, Moschee ,Hamam und Kindergarten. In einem Hamam dürfen wir uns umsehen, es erinnert an eine Wellnesseinrichtung.
200 Moscheen sind in der Medina Fes und somit ist Fes das religiöse Zentrum in Marokko.
Die Türklopfer als Hand von Fatima, auch hier wieder, sollen böse Blicke abwenden.
Die im 9. Jahrhundert von der tunesischen Aristokratin Fatima el Fihriya gegründete Universität Quaraouiyine wurde zu einem der wichtigsten spirituellen und kulturellen Zentren ihrer Zeit
und nahm am intellektuellen goldenen Zeitalter der islamischen Zivilisation teil. Sie ist somit die älteste Universität der Welt. In ihr befindet sich die zweitgrößte Moschee des Landes mit ihren
14 Toren. Wir besichtigen La Meersa Al-Attarir, eine Koranschule. In Fes gab es 9 Koranschulen, 2 sind noch in Betrieb. Die Fassaden des Gebäudes sind unglaublich schön. Zwischendurch besuchen
wir eine Teestube. Das Mausoleum von Idris dem ll. mit seinem Sarg liegt im Herzen von Fès el-Bali , der alten Medina von Fès, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, und es gilt als eines der
heiligsten Stätten Marokkos.
Wir besichtigen eine Weberei und die
älteste und größte Gerberei Nordafrikas, Chouara, die seit 1132 besteht. Dromedar, Ziege, Rind, Schaf, alle Tierhäute werden veredelt. Wunderschöne handgearbeitete Stoffe bekommen wir zu sehen,
das Kupferviertel und vieles mehr.
Im ehemaligen Gewürzmarkt haben jetzt chinesische Produkte Einzug gehalten, das ist wohl für die Handwerker problematisch. Wir hatten mit Farida regen Austausch über Bildung, Islam und Regeln,
Stadt und Land, Tradition und Moderne....
Es war ein sehr interessanter Tag, vieles hätten wir allein übersehen.
30.03.25 La Línea de la Concepción
Morgens bei 08:00 klopft es ans WoMo und wir bekommen warmes Brot herein gereicht. Nach einem opulenten Frühstück starten wir erst mal zum WoMo waschen. Unser nächstes Ziel ist Chefchaouen, die
sogenannte blaue Stadt. Unterwegs begegnen uns Dörfer mit blauen Dächern oder mit grünen. Die Landschaft im Rif-Gebirge ist einfach traumhaft, herrlich grün, die Städte wie gemalt an den Hängen des
Gebirges. Mehrere Ölmühlen passieren wir. Die gesamte Altstadt von Chefchaoun, mit ihren reizvollen engen Gassen, kleinen Plätzen, blau- und weißgetünchten Häusern ist heute völlig verstopft.
Vielleicht liegt es am morgigen Zuckerfest, dass alle für Besorgungen unterwegs sind. Auch die Polizei, wir mussten umgerechnet 30€ zahlen, weil ich den Gurt schon ab hatte um mich besser zum
Parkplatz suchen, bewegen zu können. Die blaue Farbe soll angeblich vor dem bösen Blick schützen. Die Bemalung wurde jedoch in den späten 1970er Jahren initiiert, um den Tourismus zu fördern. Hat
aber wohl Wirkung. Nun geht's noch tanken ( Dieselpreis bei 1€) , das letzte marokkanische Geld ausgegeben und ab zur Fähre nach unserem Heimatkontinent. Im Sonnenuntergang queren wir die Straße von
Gibraltar und haben links den südlichsten Punkt Europas vor uns, bevor wir in die Bucht von Algeciras einshippern. Plötzlich ist es 2 Stunden später. Wir befahren gegen 22:00Uhr bei 23 Grad festen
Boden in Europa. Nun nur noch zum Stellplatz und Feierabend ist's.
31.3. Gibraltar
Auf dem Stellplatz vor Gibraltar treffen wir auf unseren Zwilling. Sie sind schon einen Tag früher rüber. Am Morgen wird gequatscht und wir haben die selben Pläne, auf nach Gibraltar. Gibraltar
ist ein Überseegebiet des Vereinigten Königreichs an der Südküste Spaniens. Dominiert wird das Gebiet vom Felsen von Gibraltar, einem 426 m hohen Kalksteinmonolithen. ( auch Affenfelsen
genannt)
Ohne große Erwartungen steigen wir in das Taxi, das uns zur Cablecar-Staion bringen soll. Nach 600 m steigen wir aus und gehen über die Grenze - und das für 20 €. Aber zu Pech gehört auch Glück.
Nach der Grenze treffen wir Neil, einen Guide, der uns erklärt, daß die Seilbahn wegen Wind nicht immer fährt. Er bringt uns für den gleichen Preis zu den Sehenswürdigkeiten des Felsens und er
enttäuscht uns nicht. Schon die schmalen Serpentinen sind ein Erlebnis. Wir besuchen die Tunnel der Verteidigungsanlagen und den Skywalk. Der Affenfelsen mit den Makaken, den einzigen in Europa
wildlebenden Affen, ist eine weitere Station. Doch am meisten beeindruckt uns das Tropfsteinhöhlensystem im Inneren des Felsens, von dem man in der kurzen Zeit nur wenig sehen kann. Nicht nur die
Gänge und Kammern sind interessant, sondern auch die wechselnde Beleuchtung und die akustische Begleitung lassen uns die Nackenhaare zu Berge stehen. Im großen Saal gibt es auch eine Bühne und
Bestuhlung, die gute Konzertgenüsse erwarten lässt. Der Spaziergang durch die Stadt mit den quirligen Straßen und ihren Geschäften beeindruckt uns auch. Der Rückweg zur Grenze führt uns über die
Rollbahn des Airports. Abends sitzen wir im Hafen und genießen die Sonne.
01.04.25 Níjar
Nun geht es weiter nach Norden, wir fahren die Costa del Sol (spanisch für Sonnenküste) in Andalusien entlang. Bis zu den Stränden breitet sich das Folien Meer der Gewächshäuser aus. Riesige
Exportfirmen säumen die Vorstädte. Das kaufen wir dann zu Hause. Trotzdem fahren wir zu einem 2. Frühstück ab und genießen die Sonne bei einem Latte de Curcuma. Abends treffen wir nochmals ehemalige
Mitreisenden, das wird aber das letzte Mal sein. Morgen geht es bei uns sehr zügig weiter, da wir nun endlich einen Termin wegen unserem Problemfahrzeug beim Hymer Chef am 8.4 haben. Heute nochmals 1
Maschine gewaschen, nun ist's aber gut. Ach so, die Schachtel mit dem monatlichen Bild haben wir endgültig geleert und es waren noch 2. Nun kann man spekulieren, hat sich die Jugend verrechnet, haben
sie Reserve eingeplant oder sollen wir länger weg bleiben........😊
2.4.25 camping Alegría del Mar
Nach einem letzten gemeinsamen Kaffee brechen wir auf. Auch heute wieder endlose Gewächshäuser. Hier bekommt das Obst und Gemüse schon richtige Wärme und Sonne. Bisschen komisch sieht es schon aus,
vor der schönen Küste. Zitronen, Orangen und Olivenplantagen geben der Landschaft ihren mediterranen Flair. Die Landschaft gegenüber des Mittelmeeres wird immer bergiger, der Gebirgsstock der Sierra
de Bernia hebt sich bis über 1000m über das Meer. Heute haben wir gut Strecke gemacht und sind zwischen Valencia und Barcelona. Irgendwie haben wir es nicht hinbekommen zum späten mittag einzukehren,
Parkplatzprobleme 😊. Am Abend öffnet hier alles erst 19:30, das ist uns zu spät. Also machen wir es uns zu Hause gemütlich. Wir stehen mit Blick auf die Festung Peniscola. Nach 20:00 werden wir
verjagt. Es ist ein Tagesstellplatz. Das Schild war klein und wir haben es übersehen. Also auf den nächsten Campingplatz, hier geraten wir ins Kulturprogramm mit einem Freigetränk. Gegessen haben wir
leider schon.
3.4.25 Platja d'Aro
Nach dieser gestrigen Überraschung verlassen wir recht gemütlich den Platz. Die Dauercamper sind beim Frühsport. Nachts hat das sanfte Rauschen des
Meeres für ganz tiefen Schlaf gesorgt. Wir gönnen uns noch einen Moment Strand. Der Platz ist sehr zu empfehlen.
Wir fahren die Küstenstraße weiter und erreichen Katalonien mit seiner berühmten Costa Brava. Wir fahren durch Lloret de Mare und weitere Küstenorte. Auf Serpentinen fahren wir von Ort zu Ort.
Die Küste ist eine Augenweide, hier ist aber richtig was los. Fühlt sich an, wie Saison. Nur die Campingplätze sind geschlossen. Überall wird gebaut und verschönert, nur Gäste stören da noch.
Nach dem 7. suchen wir uns ein Platz über Park4nigt. Wir fahren zum Strand und die Restaurants öffnen natürlich erst 19:30. Also spazieren wir etwas und spielen noch Karten auf dem Parklplatz.
Plötzlich bewegt sich unser Auto. Beim Einparken ist eine reife Dame davor gefahren. Bei uns sieht man nichts, naja ein Schreck war es trotzdem. Danach gehen wir essen und werden fürstlich
verwöhnt.
4.4.25 Avignon
Zum Frühstücken kehren wir ziemlich zügig nach dem Start ein. La Distreta - Pa i Bocateria Creativa fällt uns auch äußerlich sofort auf und es hat sich gelohnt noch mal sooooo richtig spanisch zu
frühstücken. Sobald wir in Frankreich sind, gönnen wir uns frische Austern, am Imbiss. Unterwegs gibt es Informationen, wie , Ihr kommt aber gut voran, Oh...Schön, dann seid ihr garnicht mehr so
weit weg von Grenoble 😏. Und nun bauen wir die möglichen Begegnungen ein. In Grenoble besuchen wir das neue Enkelkind von Freunden ( irre, wie manchmal die Routen gehen) und dann ja werden wir in
Mühlethal (Schweiz) bei Overlandern von der Fähre nächtigen. Unterwegs haben wir jetzt auch Blick auf die verschneiten Pyrenäen.
Heute sind wir in Avignon. Eine Stadt, die wir mit Schiff und Rad 2010 erkundet haben. Unterwegs besuchen wir das Château De La Motte. Ein wunderbares Weingut, welches Traditionen pflegt. Der
Stellplatz liegt über dem Fluss mit Blick auf die Stadt. Am Nachmittag spazieren wir über die Brücke, mit Blick auf den Dom, den Pabst Palast und natürlich der Brücke von Avignon zur
Altstadt. Wir gönnen uns einen Wein, nach all den Wochen der Abstinenz. Wir stoßen auf uns an und sind stolz auf das Erlebte, Bewältigte, Geschaffte, Erlebte. Zu Hause wurde wieder Skibo
gespielt. Wir spielen es super gern und die Karten sind auch abgenutzt. Es gibt nur ein Problem, keiner von uns beiden kann gut verlieren.
5.4. La Tronche bei Charlotte Angelie Marie
Unser 1. Stopp heute war in Grenoble. Wir haben einen neuen Erdenbürger bewundern dürfen. Eine kleine Französin, aus dem Geiseltal.
„Worte können nicht ausdrücken die Freude über neues Leben.“ – Hermann Hesse
Seid alle Drei behütet und beschützt🍀🍀🍀
5.4.25 Servier
Nach unserem Abstecher in Grenoble wollen wir über oder an der Alpenkette entlang fahren. Schon an der 1. Brücke sind wir zu hoch. Also geht's auf die Autobahn. Die Maut ist hier gleich nochmal
so teuer wie der Sprit für die Strecke. Wir beschließen noch ein Stündchen zu fahren und uns dann in schöner Umgebung einen Stellplatz zu suchen. Der 3. ist dann in Betrieb, naja auch erst am Start -
es wird noch gewerkelt und improvisiert. Der Platz füllt sich zum Abend hin. Wir genießen die Sonne hier am Lac d Annecy und zum Abendessen probieren wir unsere Tajine aus. Gerd war zwar von meiner
Idee nicht so begeistert, er dachte der Aufwand ist größer. Hat richtig lecker geschmeckt. War mit Hackfleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Speck, Tomaten, Kartoffeln, Möhren, Zucchini, Paprika und echten
Tajine Gewürz aus Marokko.
06.04.25 Mühlthal
Nach einer richtig dunklen Nacht, weckt uns die Sonne, als sie über die Berge kommt. Endlich mal ein Platz, wo die Lampen nicht im Überfluss sind. Der See ruht wie ein Spiegel vor uns. Am Radweg ist
schon Betrieb. Beim Wegfahren sehen wir, dass eine Sportveranstaltung statt findet. Wir frühstücken in der Sonne und lassen den Tag gemütlich angehen. Wir versuchen am Genfer See, in Morges, eine
Pause einzulegen. Dort war absoluter Frühling und an diesem Wochenende Tulpenfest. Die ganze Schweiz war dort auf den Beinen. Also haben wir nur eine Rundfahrt gemacht. Weiter fuhren wir am
Neuendorfer und Bieler See entlang. Diese Seen haben wir schon mit dem Rad umrundet. Es war schön sich zu erinnern. Geschlafen haben wir in Mühlthal bei Thomas und Johanna. Sie haben wir auf der
Fähre nach Marokko getroffen. Hier haben wir den Nachmittag in der Sonne auf der Terrasse, bei Mandelkuchen und später mit Grillen verbracht.
7.4.25 Kempten
Heute sind wir in Deutschland eingereist, beim Zoll gewesen und Carnet de Passage gestempelt und dann in Kempten auf die Post gebracht. Wir gehen mit Petra und Thomas ins Stift essen. Thomas hat uns
alle Unterlagen für den morgigen Termin bei Hymer ausgedruckt.
08.4.25 Sulzemoos / Oberpframmern
Nach einem ausufernden Frühstück starten wir mit Richtung Sulzemoos. Wir haben strahlenden blauen Himmel und die Sonne hat unser WoMo schon erwärmt. Nach unserem Termin in Sulzemoos verbringen wir
noch eine Nacht in Bayern. Das wird erstmal die letzte im WoMo sein.
9.4.25 zu Hause
Wir haben noch einen Termin am Vormittag und treffen uns nochmals mit Freunden und gehen fürstlich italienisch essen. Dann geht's auf die Piste und zügig Richtung Heimat. Gegen 18:00Uhr sind wir in
heimischen Gefilden bei unserer Heide angekommen.